03.01.2014 / Intern / /

Ansprache Neujahrsapéro 2014

Geschätze National- und Ständeräte, werte Herren Regierungsräte, liebe Kolleginnen und Kollegen

„Wer in der Politik Dankbarkeit erwartet, ist ein unverbesserlicher Optimist.“ Diese Worte stammen von Otto von Habsburg. Otto von Habsburg war der älteste Sohn des letzten Kaisers von Österreich und sass für die CSU im Europäischen Parlament.

„Wer in der Politik Dankbarkeit erwartet, ist ein unverbesserlicher Optimist.“ In der Tat ist die Politik heute mehr denn je ein undankbares Terrain. Politiker übernehmen Verantwortung, arbeiten zum Wohle der Gesellschaft, stellen persönliche Bedürfnisse hinter jene der Allgemeinheit, müssen es hinnehmen, dass ihr Terminkalender fremdbestimmt wird. Gerade in der modernen, individualisierten Welt ist es „uncool“, solche Bürden und Einschränkungen auf sich zu nehmen. Und welche Anerkennung ernten jene, die sich aufopfern und in der Politik mitwirken? Oftmals keine. Im Gegenteil, man sieht sich mit Bürgern konfrontiert, die es besser wissen wollen, einen mit harscher Kritik überhäufen und nicht selten vor unanständigen, persönlichen Angriffen nicht zurückschrecken. Ich meine, dafür haben die Politiker – und insbesondere die Exekutivpolitiker – unseren Respekt verdient! Wohlbemerkt: Ich habe nichts gegen kritische Stimmen aus der Bevölkerung einzuwenden, solange es sich um konstruktive Kritik handelt. Aber ist es nicht oftmals so, dass sich jene Kreise am heftigsten zu Wort melden, die sich selber nicht bereit sind, einen Beitrag zugunsten der Gesellschaft zu leisten?

Der Milizgedanke wird von uns allen grossgeschrieben. Doch mit einer zunehmend feindseligen Atmosphäre in der Politik, untergraben wir das Milizprinzip. Wer lässt sich unter diesen Umständen noch motivieren, ein politisches Amt zu übernehmen? Bestimmt ist dies mit ein Grund, weshalb sich die Kandidatensuche immer schwieriger gestaltet.

Wenn ich auf die bald zu Ende gehende Legislatur zurückblicke, so denke ich, wir von der CVP haben uns mit Erfolg von Schlammschlachten und Anschwärzungen ferngehalten.Wir haben unsere eigenen Ideen und Visionen angepriesen, statt jene der anderen Parteien zu beschmutzen. Wir haben konstruktive Inputs eingebracht und uns so Gehör verschafft. Dafür danke ich den Amtsträgerinnen und Amtsträger. Diesen Weg sollten wir auch in Zukunft beschreiten! Selbstverständlich dürfen wir nicht davor zurückschrecken über unsere Aktivitäten und Vorstösse aktiv zu berichten, getreu dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“. Denn die CVP muss auf sich aufmerksam machen, sei es auf der Strasse, bei Gemeindeversammlungen und auch in den Medien. Nur so werden wir im Volk wahrgenommen. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies im Wahlkampf gelingen wird. Allerdings soll man nicht nur aktiv sein, wenn es auf Wahlen zu geht, sondern immer. Meiner Ansicht nach bekommt die CVP dies immer besser in den Griff und da müssen wir an dieser Stelle sicherlich Othmar und Monika für die geleistete Arbeit gratulieren.

Wenn ich nun mit der Brille des Jung-CVP-Präsidenten auf das vergangene Jahr schaue, so kann ich euch versichern, dass es kein einfaches Jahr war. Wir wurden begleitet von Hochs und Tiefs. Für uns war es eine sehr wertvolle Erfahrung, den Abstimmungskampf zum Majorz zu bestreiten. Dabei durften wir auch auf eure Unterstützung zählen und für dies bedanke ich mich recht herzlich. Interessant war auch die ganze Diskussion rund um den Nachtstern, obwohl wir nicht alle überzeugen konnten, wie wichtig der Erhalt dieses Angebots ist.

Das Wichtigste in dieser Partei sind aber Sie meine Damen und Herren. Ohne Sie läuft diese Partei nicht. Ich möchte nun das Glas erheben, um mit Euch auf ein erfolgreiches 2014 anzustossen. Im Namen der JCVP wünsche ich Euch in diesem Jahr alles Gute, viel Erfolg und Gesundheit. Prost!!

03.01.14 / M. Röthlisberger