01.08.2015 / Persönlich / /

Interview Nidwaldnerzeitung

Anlässlich des dreijährigen Bestehens der Jungen CVP Nidwalden wurde ich von der Nidwaldner Zeitung über verschiedene Themen und die Zukunft Jungpartei befragt.

 

1) Nach drei Jahren sind andere Jungparteien bereits wieder von der Bildfläche verschwunden. Wie stehts um die Junge CVP?
Die Junge CVP hat sich inzwischen im Kanton etabliert. Wir waren die letzten drei Jahre sehr aktiv. Wir haben beispielsweise die Petition zur Einführung der elektronischen Abstimmung initiiert oder auch Unterschriften für den Erhalt des Nachtsterns gesammelt. Zudem stellen wir von der Jungen CVP einen Landrat und zwei Gemeinderäte.

 2) Wie schwierig ist es, rund ums Konzert der grossen Parteien überhaupt gehört zu werden?
Als schwierig würde ich es nicht bezeichnen. Wir können uns genauso einbringen, wie eine grosse Partei, sei es im Rahmen einer Vernehmlassung oder auch im Landrat.

3) Hat Ihre Partei manchmal den Eindruck, von gestandenen Politikern oder Parteien belächelt zu werden?
Diesen Eindruck haben wir nicht. Wir werden von der CVP und den anderen Parteien ernst genommen und unsere Arbeit wird geschätzt. Letztlich können die jüngeren und älteren Generationen unseren Kanton nur gemeinsam vorwärts bringen, das wissen auch die gestandenen Politikern oder Parteien

4) Ihr Name ist im Zusammenhang mit der politischen Arbeit der JCVP omnipräsent. Es scheint fast eine One-Man-Show zu sein. Wie nahe liegt diese Vermutung an der Wahrheit?
Nicht sehr nahe. Als Präsident bin ich medial natürlich präsenter als meine Vorstandskollegen. Doch von einer One-Man-Show kann nicht die Rede sein. Eine Partei kann nur funktionieren, wenn ein Team dahinter steht. Und meine Vorstandskollegen und ich sind ein sehr gutes Team.

 5) Sie sind Wahlkampfleiter für CVP-Ständeratskandidatin Therese Rotzer und werden selber auch nicht jünger. Ihr Absprung in die Mutterpartei zeichnet sich ab. Werden fähige Leute bereit stehen, das Ruder bei der JCVP zu übernehmen?
Ich mag nicht von einem Absprung sprechen. Ich verstehe mich als Bindeglied zwischen unserer Jungpartei und der CVP. So habe ich ja bereits vor der Gründung der Jungen CVP in der CVP politisiert. Und um meine Nachfolgerin oder meinen Nachfolger mach ich mir keine Sorge. Wir haben gute Leute.

Interview NNZ / Olivier Mattmann